Junges Blut: die Kornbrenner von Ehringhausen

Die einen mögen sich einen Gin einschenken, die anderen einen Whisky. In Westfalen aber trinkt man Korn. Nicht irgendeinen, es darf schon ein barrique-gereifter Dinkelbrand sein. Was ein Korn so alles kann, zeigt die Brennerei Ehringhausen in Werne. Ein Familienunternehmen mit bäuerlichen Wurzeln bis ins Jahr 1237, frisch belebt durch das Geschwisterpaar Theres und Georg Glitz-Ehringhausen.

Mit Gründergeist und Handarbeit: Teegärtner aus der Pfalz

Die Pfalz ist ein klassisches Weinanbaugebiet. In seiner Sonne fühlen sich aber nicht nur Trauben wohl, sondern auch Kräutertees. Besser gesagt: Zitronenverbene, Thymian, Basilikum, Oregano, verschiedene Salbei- und Minz-Sorten, dazu Exoten wie Zitronengras oder das China-Kraut Jiaogulan. Sie alle kommen bei den „Teegärtnern“ Christian Weiß und Jessica Schönfeld in Tasse, Beutel und Dose.

Wildgewordenes Westfalen: Wisente auf 10.000 Hektar

Wisente in Wittgenstein
Wer einmal einem Wisent im Wald begegnete, der weiß, warum sie als „Könige der Wälder“ gelten. Die friedlichen Pflanzenfresser durchstreifen seit 2013 – frei lebend – das Rothaargebirge im Süden Westfalens. Hier ist die „Wisent-Welt Wittgenstein“ zu Hause, ein für Westeuropa einzigartiges Artenschutzprojekt. „Zum Hofe“ traf dort Jochen Born, Landwirt und Wisent-Ranger.

Ziegenhirtin aus der Neuzeit: Quereinsteigerin macht in Käse

Ziegen erfreuen sich großer Sympathien. Häufig als reine Liebhabertiere für die Wiesen ums Haus angeschafft, darf man die quicklebendigen Tiere aber keinesfalls unterschätzen. Vor allem nicht, wenn sie auf eine ebenso quirlige Claudia Schäfer-Trumm treffen: Die unternehmenslustige Westerwälderin bewirtschaftet einen Hof mit über 100 Milchziegen. Den selbst veredelten Käse kredenzt sie in ihrer „Kleinen Fromagerie“. „Zum Hofe“ besuchte sie im rheinland-pfälzischen Dörfchen Oberrod. So wie die 4.000 anderen Gäste, die Jahr für Jahr vorbeischauen.

„Du bist nicht allein“. Mikroben und andere Tierchen

Wer sich mit Dr. Bernhard Kegel unterhält, dem kann es zuweilen unheimlich werden. Seit 2013 beschäftigt sich der Naturwissenschaftler mit Bakterien und anderen Mikroben. Sie wurden international zu einem technikgetriebenen Forschungsgegenstand, der sich zurzeit selbst überholt. Auch wenn die Entwicklung noch in ihren Kinderschuhen steckt, ist heute schon klar: Jeder Mensch lebt im Austausch mit Millionen anderer Organismen. Sie bilden in jedem Einzelnen von uns ein hoch individuelles Biokonglomerat, von dem wir noch längst nicht wissen, was es mit uns – ganz persönlich – macht.

Handgeschmiedet und gefährlich scharf: Damaszener-Messer

Patschull mit Messer
Damaszener-Messer bestechen durch ihre einzigartige Optik: In gefalteten Lagen durchziehen mehrere Stahllegierungen die legendär scharfen Klingen. Markus Pattschull gehört zu den wenigen Damaszener-Schmieden, die es in Deutschland noch gibt. Als pfeffer ihn bei der Solinger Messermanufaktur Nesmuk besucht, steht er wartend vor seiner 1.200 Grad heißen Esse.

Alternative Antibiotika: im Königreich der Bakteriophagen

Bakteriophagen sind Viren, die sich – zwecks eigener Vermehrung – in Bakterien einnisten und diese schließlich vernichten. Liegt in ihnen, angesichts multiresistenter Keime, eine zeitgemäße Alternative zu unseren Antibiotika? Das wollte „Zum Hofe“ von Dr. Wolfgang Beyer wissen. Der Mikrobiologe erforscht die „Bakterienfresser“ an der Universität Stuttgart-Hohenheim.

Eine Nasenlänge voraus: Käfer-Spürhunde schützen Wälder

Hundenase
Spürhunde suchen nach Drogen und Schmuggelwaren, nach vermissten Menschen, nach Schimmelsporen oder Wanzen. Von einer ganz anderen Spielart erzählt nun Ute Hoyer-Tomiczek. Die Biologin ist am Bundesforschungszentrum für Wald (BfW) in Wien beschäftigt und entwickelte dort eine spezielle Ausbildung für Käfer-Spürhunde. Sie haben ein Näschen für gefährliche Forstschädlinge wie den asiatischen Laubholzbockkäfer, den Citrusbockkäfer oder den Borkenkäfer.